Hoi An: Sehenswerte Orte

In Hoi An gibt eine Reihe von interessanten Orten, die es sich lohnt zu besuchen:

 

  • Die Japanische Brücke (Chua Cau): Fangen wir mit dem bekanntesten Wahrzeichen an, der überdachten Japanischen Brücke, die am westlichen Ende der Tran Phu Straße liegt. Sie wurde in den frühen 1600er Jahren von der japanischen Gemeinde erbaut. Heute ist sie ein Wahrzeichen von Hoi An. Tran Vo Bac De, der nordische Gott, der das Wetter beherrscht (was natürlich in einer maritimen Stadt wie Hoi An wichtig ist), wird in einem kleinen Tempel im Inneren der Brücke verehrt.


  • Der Quan Cong Tempel: Der Quan Cong Tempel wurde im Jahr 1653 zu Ehren eines chinesisches Generals mit dem gleichen Namen erbaut, um dessen Treue, Tapferkeit und Integrität zu würdigen. Eine Statue des Generals befindet sich auf einem Altar im hinteren Bereich des Altarraums und wird von Statuen seiner Leibwächter und seines Adoptivsohns flankiert. Handelsmänner kamen oft hierher, um für den Segen des Quan Cong zu bitten.


  • Das Museum des Keramikgewerbes: Das Highlight dieses Museums ist nicht die eher staubige Sammlung an Tonscherben, sondern die sehr guten englischen Beschreibungen der Geschichte von Hoi An und das alte Gebäude selbst, in dem sich das Museum befindet. Kein anderer Ort in Hoi An wird Ihnen so ein umfassendes Verständnis von der Architektur der Stadt vermitteln, wie es dieses Museum tut.


  • Das Phung Hung Haus: Ein Stückchen weiter westlich gelegen als die Japanische Brücke, liegt es seit seiner Erbauung im Jahre 1780 in den Händen der gleichen Familie. Das traditionelle zweistöckige Holzhaus weist japanische und chinesische Elemente auf.


  • Das Tan Ky Haus: Dies ist ein historisches Gebäude Hoi Ans, das japanische, chinesische und vietnamesische Einflüsse kombiniert. Chinesische Gedichte, die mit Perlmutt geschrieben wurden, sind auf einer Reihe von Säulen eingearbeitet, die das Dach tragen. Verpassen Sie nicht die schönen Mosaik-Intarsien in den vier kleinen Zimmern.


  • Das Haus und die Kapelle der Familie Tan: Diese beiden Gebäude bieten einen faszinierenden Einblick in das Leben einer wohlhabenden Familie aus Hoi An zur Zeit des frühen 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1802 ließ Tan Tu Nhuc, der für Kaiser Gia Long Botschafter in China war, dieses Haus und die dazugehörige Kapelle zu Ehren seiner Vorfahren erbauen. So ist es nicht überraschend, dass das Haus mit chinesischen Gegenständen und Geschenken geschmückt ist. Heute sind der Salon und die Kapelle für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Salon verfügt über einen Mittelteil, der einen Platz für die Vorfahren der Familie darstellt und ihnen die Möglichkeit bieten soll, nach Hause zurückzukehren. Daher ist er nur während des Tet-Fests (Neujahrsfest) geöffnet.


  • Die Versammlungshallen: In der Stadt Hoi An gibt es zahlreiche Gemeindehallen, an denen die chinesischen Auswanderer zusammenkamen, um sich zu treffen. Sie wurden in der Regel nach der jeweiligen Heimatregion ihrer Mitglieder, wie Fujia (Fukien) oder Kanton (Guangdong) benannt. Es folgen Beschreibungen für einige der größeren Hallen:
  1. Die kantonesische Versammlungshalle: Erbaut 1885 aus Materialien, die aus China importiert wurden, ist die Halle aufwändig verziert. Interessanterweise verkörpern viele der Statuen in der Halle Rollen aus berühmten chinesischen Opern. Der ruhige Hof ist ebenfalls mit kunstvollen Statuen geschmückt, darunter ein Keramik-Drache, der in einem Brunnen lauert.
  2. Die fujianische Versammlungshalle: Diese beeindruckende Halle aus dem Jahr 1697 wurde von chinesischen Händlern aus der Provinz Fujia im Süden Chinas erbaut. Tierfreunde werden das Einhorn, den Drachen, die Schildkröte und die Fischskulpturen, die alle ihre eigene Symbolik verkörpern, genießen. Seemänner ehrten Thien Hau, die Göttin der Meere, mit einem Tempel im Inneren der Halle. An ihrer Seite steht Thuan Phong Nhi, eine Göttin, die Schiffe aus Tausenden von Meilen Entfernung hören kann und Thien Nhan Ly, eine Göttin mit Adleraugen, die Schiffe aus der gleichen Entfernung sehen kann. Inzwischen ist die Halle auch ein Ort der Verehrung für einen Gott des Wohlstands und einer Göttin der Fruchtbarkeit. Paare von Hoi An, die eine Familie gründen möchten, kommen hierher, um für das Glück ihrer zukünftigen Familie zu beten.
  3. Gesamt-chinesische Versammlungshalle: Ein weiterer interessanter Versammlungsort: Hier waren sämtliche Mitglieder der chinesischen Gemeinde willkommen. Die Halle wurde 1773 gegründet und verfügt unter anderem über französische Architekturelemente.


  • Vollmondfest (Altstadtnacht): Jeden Monat wird 14 Tage nach Neumond - etwa die Zeit, zu der der Mond voll ist – das Vollmondfest abgehalten und die Altstadt wird noch reizvoller, da die Ladenbesitzer den Strom ausschalten und stattdessen Laternen aus ihren Schaufenstern hängen. Zur gleichen Zeit bahnt sich eine kleine Prozession von Umzugswägen mit Hilfe von Kerzenlichtern ihren Weg durch die Straßen und entlang des Flusses. Wenn Sie Glück haben und zur richtigen Zeit reisen, versuchen Sie das Vollmondfest nicht zu verpassen, wenn Hunderte von Laternen die Altstadt in ein magisches Licht tauchen. Während des Festes werden alle elektrischen Lichter ausgeschaltet. Versuchen Sie ein Ruderboot zu mieten, um so auf dem Fluss im Mittelpunkt der Laternenpracht zu sein.

Abstecher von Hoi An aus:

 

  • Der Cua Dai Strand: Nur ein paar Meilen von Hoi An entfernt befindet sich der Cua Dai Strand, der ein sehr schönes Ausflugsziel darstellt. Sie können dorthin von Hoi An aus mit dem Fahrrad fahren und so einen fantastischen Einblick in die Umgebung erhalten. Entlang des Strandes gibt es eine Reihe von kleinen Restaurants, die Meeresfrüchte und Getränke verkaufen und in denen man zumeist mit den Liegestühlen und Tischen direkt am Wasser sitzen kann. In der Regel spazieren Verkäufer am Strand entlang, die frische Früchte anbieten. Die Gezeiten können hier gefährlich sein, behalten Sie deswegen Kinder im Auge. Wenn Sie also die kulturellen Besichtigungen in Hoi An mit einem Tag am Strand kombinieren wollen, machen Sie einfach einen Abstecher an den schönen Strand in Cua Dai.


  • Cham Insel-Tour: Sie können einen Besuch des Cua Dai Strandes ganz einfach mit einer Besichtigung einer Cham-Insel kombinieren, die nur drei Meilen vor der Küste liegt. Der Volksstamm der Cham, eine der vielen ethnischen Gruppen Vietnams, ist sind austroasiatischer Abstammung und hat schon seit Jahrhunderten vor dieser Insel gefischt. Lassen Sie sich etwa einen halben Tag Zeit für die Tour, die von Cua Dai oder Hoi An aus gebucht werden kann.


  • My Son Champa Heiligtum: Wenn Sie daran interessiert sind, mehr über die Kultur der Cham zu erfahren, dann verpassen Sie nicht My Son. Fünfundzwanzig Meilen südöstlich von Hoi An gelegen war My Son einst das religiöse Zentrum des Cham Reiches, als es sich vom 7. bis zum 12. Jahrhundert auf dem Höhepunkt seiner Macht befand. In My Son begruben die Cham, Anhänger des Hinduismus, ihre Könige und errichteten Tempel und Denkmäler, um Shiva zu ehren. Der Komplex und seine Architektur weisen vietnamesische, indonesische und indische Einflüsse auf. Leider wurden viele der ursprünglichen Strukturen im Vietnamkrieg zerstört, aber My Son, das seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe ist, bleibt ein sich entwickelnder, kontemplativer Ort.

 
Shopping und maßgeschneiderte Kleidung:

 

  • Maßgeschneiderte Kleidung: Passgenaue T-Shirts, Blusen, Kleider und Jacken können bei den renommierten Schneidern von Hoi An erworben werden. Bei einer Zählung im Jahr 2002 gab es 140 Läden in der Stadt und die Zahl liegt mittlerweile bei weit über 400. Egal mit welchem Schneider Sie es zu tun haben, verhandeln Sie, bevor Sie einem Preis zustimmen.


  • Kunst und Galerien: In Hoi An gibt es auch eine große und gute Auswahl an Orten, an denen Sie vietnamesische Kunst besichtigen können: moderne ebenso wie traditionelle, ernste ebenso wie kitschige. Galerien können über die ganze Stadt verteilt gefunden werden, aber das kulturelle Herz von Hoi An, mit den meisten Galerien, befindet sich in der Nguyen Thi Minh Khai Straße auf der anderen Seite der Japanischen Brücke.


  • Thanh Ha, das Töpfer-Dorf: Etwa eine Meile westlich von Hoi An gelegen, stellt dieses traditionelle Dorf seit nunmehr über 450 Jahren Töpferware her.

Essen:

 

Essen in Hoi An ist, auch verglichen mit dem Rest von Vietnam, billig und lecker. Zusätzlich zu den Standard-Gerichten Vietnams, gibt es drei Gerichte, für die Hoi An besonders berühmt ist:

 

  • Cao Lầu: Dies ist ein Gericht aus Reisnudeln, die nicht ganz so glitschig wie Phở sind und von der Konsistenz her ein wenig mehr an Pasta erinnern. Das Geheimnis ist das Wasser, das zur Zubereitung verwendet wird; man sagt, dass originales Cao Lầu nur mit Wasser aus einer speziellen Quelle in der Stadt hergestellt wird. Die Nudeln werden mit Scheiben von gebratenem Schweinefleisch, in Teig frittiertem Gemüse und vielen frischen Kräutern und Gemüse gekrönt.


  • Bánh Bao Vac (weiße Rose): Bánh Bao Vac ist eine Art von Teigtaschen mit Garnelen, die aus durchscheinendem weißen Teig so zusammengefaltet werden, dass sie wie eine Rose aussehen.


  • Wonton Teigtaschen (Dumplings): Im Wesentlichen das Gleiche wie die chinesische Art, werden Wonton Dumplings in einer Suppe oder frittiert serviert.