Ho Chi Minh City (Saigon): Sehenswerte Orte

In Saigon gibt es viele interessante Orte:

• Der Palast der Wiedervereinigung: Zwischen 1962 und 1966 erbaut, bietet der Palast einen Blick in die Vergangenheit, auf den Wohnsitz des südvietnamesischen Präsidenten zur Zeit des Falls Falls von Saigon am 30. April 1975. Auf dem Rasen vor dem Gebäude liegt eine Replik des Panzers Nummer 843, der an jenem Tag das Tor des Palastes durchbrach. Vergessen Sie nicht, auch die beeindruckend kitschige Lounge anzusehen, in der ein rundes Sofa steht, und den gespenstischen Keller, der voller original aus den 60er Jahren stammender Telefone, Radios und Büroausstattung steht und angeblich genau so belassen wurde, wie man ihn zum Zeitpunkt der Übernahme durch den Norden vorfand. Es werden kostenlose Touren angeboten, die für eine Besichtigung allerdings nicht unbedingt notwendig sind. Auf dem Grundstück außerhalb des Palastes gibt es auch ein nettes Caféhaus.

• Das Kriegsmuseum: Früher bekannt als das Museum Chinesischer und Amerikanischer Kriegsverbrechen, wurde es gerade einmal fünf Monate nach der Niederlage des Südens eröffnet. Einerseits wird man dort, wie es schon der ursprüngliche Name andeutet, auf keine neutrale Darstellung der Kriegsverbrechen beider Seiten treffen. Andererseits macht das Museum einen deutlichen Aufruf zum Frieden. Im Freien stehen Helikopter, Kampfflugzeuge und andere Waffenausrüstung. Im Inneren lässt die informative, aber zuweilen sehr grafische Ausstellung keinen Zweifel an den menschlichen Kosten des Krieges.

• Das Rathaus: Das herrliche gelbe und cremefarbene Gebäude, das zwischen 1902 und 1908 als Hôtel de Ville im französischen Kolonialstil erbaut wurde, und heute offiziell als Volksversammlung bekannt ist, ist nachts wunderschön beleuchtet.

• Die Kathedrale Notre Dame: Dieses neuromanische Gebäude, eine hoch emporragende Erinnerung an die französische Kolonialzeit, wurde zwischen 1877 und 1883 mit importierten Ziegelsteinen und buntem Fensterglas aus Frankreich erbaut. Bedenken Sie, dass die Kathedrale nur am Sonntag für Gottesdienste geöffnet ist, die in englischer und vietnamesischer Sprache gehalten werden.

• Das Museum Vietnamesischer Geschichte: Das Museum besitzt eine erlesene Kollektion vietnamesischer Antiquitäten einschließlich der wertvollsten Keramiksammlung des Landes. Man findet auch Ausstellungen über Volksgruppen im Süden sowie prähistorische Fundstücke. Einige Beschreibungen sind sogar in englischer Sprache verfasst, was hierzulande eher ungewöhnlich ist. Nebenan befindet sich der schöne botanische Garten, der eine gute Gelegenheit für eine kleine Pause bietet.

• Cholon (Chinatown): Saigons chinesisches Viertel ist vielleicht das größte seiner Art weltweit. Nehmen Sie sich ein paar Stunden Zeit, um über das Gelände zu schlendern, die Stimmung aufzunehmen, und die Details dieser Subkultur zu erkunden. Hier finden Sie eine Liste einiger Tempel, die es in dieser Gegend gibt.

Tempel:

Der Tempel des Jadekaisers: mit seiner bunten, von Weihrauch umhüllten Holzarbeit ist der Tempel des Jadekaisers ein herausragendes Beispiel unter den chinesischen Tempeln in Vietnam. Er wurde 1909 von kantonesischen Chinesen erbaut, um den Jadekaiser, den "Gott der Himmel" im taoistischen Glauben, zu ehren.

Der Giac Lam Tempel: Der im Norden Cholons gelegene, 1744 entstandene Giac Lam ist der älteste chinesische Tempel Saigons. Der Tempel ist eine beliebte Pilgerstätte für alte und kranke: Die Pilger läuten eine große Bronzeglocke, um ihre Bitten an die Götter zu unterstützen. Gegen eine kleine Spende beten auch die Mönche für die Angehörigen. Verpassen Sie nicht die Gebetsstunden, die viermal täglich stattfinden, und von Gesängen, Glockenläuten, Gongschlägen und Trommeln begleitet werden.

Der Quan Am Tempel: Er wurde 1816 gegründet. Die stark vergoldete Holzarbeit ist fein geschnitzt und es gibt einige außergewöhnliche Dachverzierungen und einige aus Gold und Lack gearbeitete Tafelbilder zu sehen. Da es sich nicht um einen Ausstellungsraum handelt, zieht Quan Am eine große Zahl von Kirchgängern an, die von einer Gruppe Mönche betreut werden. Als Gegenleistung für eine Spende zeigen die in gelbe Gewänder gekleideten Mönche den Besuchern den Tempel.

Der Thien Hau Tempel ("Der Tempel der Göttin"): Seit er 940 errichtet wurde, gab es unzählige Um- und Wiederaufbauten des Tempels, seine heutige Form stammt aus dem Jahre 1900. Der Tempel ist der Göttin Thien Hau gewidmet, der Göttin der Meere, die ihren Tempel von zwei riesigen Steinschildkröten bewachen lässt. Am 23. Tag des Monats März im Mondkalender wird ihr zu Ehren ein Fest gehalten. Die kunstvoll gearbeiteten, vergoldeten Schnitzereien und die schönen Weihrauchgefäße, die im Innenhof hängen, sind ein Highlight des Besuchs.


Einkaufsmöglichkeiten

Traditionelle vietnamesische Kunst- und Handwerksgegenstände oder Repliken davon werden zu Dutzenden in den Läden rund um das Touristenviertel verkauft. Die besten und teuersten Artikel findet man hauptsächlich in der Dong Khoi Nachbarschaft; die Ware wird dann tendenziell immer billiger je mehr man sich dem in westlicher Richtung gelegenen Ben Thanh Markt nähert. Einige Geschäfte bieten echte Seidenwebstoffe der indigenen Stämme in der Sa Pa Region im Norden Vietnams an. Die Lackgemälde, Teller, Schüsseln und andere Handwerkserzeugnisse sind bemerkenswert schön und einzigartig in Vietnam.

• Der Ben Thanh Markt ist der größte Markt, der noch im alten Stil gehalten wird. Er befindet sich in der Stadtmitte, und es gibt dort mehrere hundert kleine Stände voller Waren in fast unpassierbar engen Gängen. Da der Markt sich bei den Touristen so großer Beliebtheit erfreut, ist er nun aufgeteilt; auf der einen Hälfte werden die Waren für die Touristen angeboten (Jeans, T-Shirts, kleine Souvenirs), auf der anderen die Waren für den alltäglichen Bedarf (Obst und Gemüse, Reis, Küchenutensilien, Blumen, Fleisch, Fast Food und eingelegte Früchte und Süßigkeiten nach Art der Einheimischen). Die meisten Artikel tragen kein Preisschild und die Verkäufer geben gegenüber den Touristen immer einen 50-100 % höheren Preis an als gegenüber den Einheimischen. Wer also bereit ist zu feilschen, kann hier viel Geld sparen!

• Der Nachtmarkt: Direkt außerhalb des Ben Thanh Markts beginnt das Treiben des Nachtmarkts, wenn ersterer um fünf Uhr nachmittags seine Tore schließt, und es stehen ähnliche Waren und Speisen zum Verkauf.

• Der Militärmarkt in Chinatown: Manchmal wird er auch als "amerikanischer Markt" bezeichnet; die Händler verkaufen dort alte amerikanische Kriegsausrüstung von ungewisser Echtheit, billige T-Shirts und Elektroartikel.


Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

• Die Cu Chi Tunnel: Etwa 60 km nordwestlich von Saigon liegen die Cu Chi Tunnel, eine unterirdische Wohnsiedlung, die aus einem System von Tunnels und Kammern über insgesamt 300 km Länge besteht. Die Tunnel wurden in den 1940ern während der französischen Besatzung mit einfachen Werkzeugen und bloßen Händen gegraben, und im Vietnamkrieg in den 1960er Jahren als Basis für Guerilla-Einsätze gegen die Amerikaner und Südvietnamesen weiter ausgebaut. Trotz des intensiven amerikanischen Bombardements der Region konnten die Einwohner Cu Chis ihr Leben unter der Erde weiterführen, wo sie schliefen, aßen, Angriffe vorbereiteten, ihre Kranken versorgten und ihre Kinder unterrichteten. Einige heirateten sogar in dieser unterirdischen Siedlung oder brachten dort ihre Kinder zur Welt. Eine Vielzahl von Reiseunternehmen in Ho-Chi-Minh-Stadt bietet Ausflüge zu den Cu Chi Tunnels an. Man muss sich allerdings darauf einstellen, schmutzig zu werden, wenn man vor hat, selbst durch die Tunnel zu kriechen!

• Das Mekong Delta: Das Mekong Delta, das auf Vietnamesisch als "das Flussdelta der neun Drachen" bekannt ist, ist der Hauptwasserweg durch den Südvietnam und Hauptanbaugebiet der Reisproduktion. Wenn Sie das typische Bild vietnamesischer Frauen sehen wollen, die mit ihren spitzen Hüten auf smaragdgrünen Reisfeldern arbeiten, sind Sie hier richtig. Es gibt ein beinahe unendlich großes Angebot verschiedener Bootstouren: Nachmittagsausflüge, Nachtfahrten oder Zwei- bis Dreitagesfahrten, die besonders lohnend sein können. Es ist sogar möglich bis nach Phnom Penh in Kambodscha zu segeln.

• Vung Tau: Mit seinen schönen Stränden, der frischen Luft, und der nahen Lage zu Saigon ist Vung Tau ein beliebtes Wochenendziel. Es ist auch der Ort einer der ersten Schlachten zwischen den Vietnamesen und den französischen Eindringlingen 1859. Während des Vietnamkriegs diente es als innerländisches Urlaubsziel für amerikanische Soldaten.

• Mui Ne: Bis vor 15 Jahren war Mui Ne noch ein beinahe unbewohntes Fischerdorf, heute hingegen ist es ein florierender Ferienort mit spektakulären Sanddünen und Ständen.