Tay Ho Pagode, Ha Noi

Phủ Tây Hồ (Tay Ho Pagode) ist eine kleine Pagode auf einer Halbinsel, die genau in der Mitte zwischen den Ufern des West Lakes (Hồ Tây) in Hanoi liegt. Man sagt, dass es ein beliebtes Ziel unter Unverheirateten ist, die hier, an Sonntagen und jeweils am 1. bzw. am 15. Tag jedes Mondmonats herkommen, um für Glück zu beten. Es sollte hier angemerkt werden, dass die Tay Ho Pagode nicht zum Buddhismus oder zum Konfuzianismus gehört.

 

Der direkteste Weg, um die Tay Ho Pagode zu erreichen, ist vom Ba Dinh Platz aus. Folgen Sie von hieraus nur der Hung Vuong Straße in Richtung Norden – so werden Sie an den West Lake gelangen. Durch die von Bäumen gesäumte Allee werden Sie schließlich am Tây Hồ Villenviertel vorbeikommen, bevor Sie die Pagode erreichen. Diese liegt auf einer Halbinsel, deren Form viele als golden und Fisch-förmig in den See herausragen sehen. Und nehmen Sie sich einen Augenblick um bewusst einzuatmen: Die Gegend ist voll vom Duft der Lotusblüten.

 

Die Tay Ho Pagode ist eines von Hanois beliebtesten Reisezielen, vor allem am 1. und 15. eines jeden Mondmonats. Es ist der Muttergöttin, Thánh Mẫu, gewidmet. Viele Pilger kommen nicht nur, um zu beten und ihre Verehrung zu zeigen, sondern auch um sich zu entspannen und die Magie und einzigartige Landschaft in der Mitte der Hauptstadt Hanois zu genießen. Während die Zitadelle in der Hue Straße ruhig ist, die Quan Thanh in der Thanh Nien Straße innig und die Kim Lien Pagode leise, ist die Tay Ho Pagode immer viel fröhlicher und lebhafter.

 

Der Legende nach erschien die Muttergöttin im 17. Jahrhundert als ein hübsches Mädchen vor einem Fischer auf dem See, lächelnd und ein Gedicht vortragend. Dann verschwand sie ohne ihre Identität preiszugeben. Später fanden die Einheimischen heraus, wer sie wirklich gewesen war und bauten die Tay Ho Pagode in Hanoi. Vom Tor aus können die Besucher den dreitorigen Eingang sehen, der in schwungvollen Formen gebaut wurde, sowie die Dächer, die mit Rohrziegeln gedeckt sind und die Täfelungen auf beiden Seiten, die das legendäre Treffen zwischen Phung Khac Khoan und der Göttin Liễu Hạnh zeigen. In den zwei Etagen der Türme in der Haupthalle zeigt sich eine große Bandbreite an verschiedenster Architektur. In der Mitte befindet sich eine Tafel mit der Aufschrift „Tay Ho Hien Tich“, die wunderschön geschmückt ist.

 

Es gibt viele Objekte der Anbetung in der Pagode wie: Tafeln, Altäre, königliche Sessel, Fresken, usw. Alle wurden sehr schön und kunstvoll geschnitzt und verziert und stehen im Zeichen und Stile des 19. Jahrhunderts. Es gibt auch Baldachine, drei Bronzeglocken, ein steinerner Weihrauchaltar, eine Gedenkstätte für den Gott Kim Nguu (Goldener Büffel) und 50 Statuen in verschiedenen Größen.

 

Auf dem Weg zur Pagode, kommen die Besucher an vielen nicht-überdachten Restaurants vorbei, die viele leckere Lebensmittel verkaufen, wie frittierte Garnelen im Teigmantel und Schalentier-Suppe und Nudeln. Frittierte Garnelen (Bánh tôm) kann man im ganzen Land erhalten, es wird aber gesagt, dass sie am West Lake und um die Tay Ho Pagode herum am besten schmecken!