Seidenlampions: Asiatische Eleganz

Hoi An ist ein bedeutender Ort der Geschichte Vietnams und vor allem seine Vergangenheit als Handelszentrum zwischen Nationen wie den Niederlanden, Japan und China macht ihn zu einer unvergleichbaren Stadt.  Diese historische Wichtigkeit machte die Stadt auch zu einem offiziellen Weltkulturerbe der UNESCO. Heute ist Hoi An eine Stadt, die die Offenheit zu anderen Kulturen zelebriert und ihre Einflüsse in der Architektur, dem Essen und handgearbeiteten Produkten wiederspiegelt.

 

Wenn es um Handwerksarbeiten geht sind vor allem die Seidenlampions der ganze Stolz von Hoi An. Die Gassen der Stadt sind gefüllt mit bunten Seidenlampions, die fast alle Arten von Bauwerken dekorieren, seien es Häuser, Gärten, Restaurants oder kleine Läden. Die Lampions kreieren eine festliche und gleichzeitig sehr elegante Atmosphäre, was sie zu einem sehr beliebten Accessoire der Inneneinrichtung werden lässt. Außerdem sind sie durchaus bezahlbar mit einem Preis zwischen 1$ und 30$.

 

Zusätzlich sind die Seidenlampions sehr flexibel bezüglich ihres Designs und ihrer Struktur und deshalb leicht zu transportieren. Die traditionellen und bekanntesten Farben sind rot, orange, gelb und blau und es gibt sie auch in unterschiedlichen Formen, wie beispielsweise als Lotus oder sogar als Vogelkäfig. Weiße Lampions sind gewöhnlich mit Aufdrucken von Bambusblättern, Blumen oder chinesischer Kalligraphie dekoriert.

 

Die seidenen Lampions werden üblicherweise von handwerklich begabten Künstlern auf den Gehwegen von Hoi An hergestellt - meist am Nachmittag. Ein Lampion durchgeht bei seiner Herstellung einen langen Prozess, wobei jeder Arbeitsschritt von einer anderen Person durchgeführt wird. Zuerst wird ein Bambus-Rahmen hergestellt, um ein Gerüst für die gewünschte Form zu erhalten. Eine zweite Person wird den Rahmen mit einem kleinen Faden zum Aufhängen vervollständigen. Wieder eine andere Person schneidet kleine Stücke aus Seide zu, die dann in den Rahmen geklebt werden.

Wenn ein Viertel des Rahmens bedeckt ist, müssen die Künstler warten, bis der Klebstoff getrocknet ist, bevor sie ein weiteres Viertel bekleben können usw.  Auf diese Weise soll verhindert werden, dass irgendwelche Klebeflecken auf der wertvollen Seide entstehen und somit das Erscheinungsbild der berühmten Handwerksarbeit zerstört würde.

 

Um etwa 18:30Uhr jeden Abend verwandelt sich Hoi An: Die vielen neuen Seidenlampions erleuchten die Straßen und erschaffen eine mysteriöse, pulsierende und gleichzeitig friedliche Atmosphäre in der Altstadt.