In 25 Tagen von Hanoi nach Saigon (Part VII: Saigon)

Saigon, korrekt Ho-Chi-Minh City, die größte Stadt Vietnams mit 6 bis 8 Millionen Einwohnern ist Sozialismus de Luxe, hier brodelt das Leben. Straßenmärkte, chice Cafes, Kneipen, Geschäfte, Boutiquen, Edelhotels, Einkaufspassagen lassen hier vergessen, dass Vietnam immer noch ein Dritte-Welt-Land ist. Wohlstand und Armut leben hier dicht nebeneinander, es ist ein Spagat zwischen den Welten. In keiner anderen Stadt in Vietnam wird so viel verdient, gebaut und so „wild gelebt“. Hier herrscht ein ganz anderes Lebensgefühl.

In der 300 jährigen Geschichte der Stadt hatten mehr als 100 Jahre Ausländer das Sagen. Noch immer existiert französische Architektur, amerikanische Geschäftigkeit und asiatischer Fleiß neben einander. Konzerne, Banken und Investoren bestimmen heute die Geschicke der Boomtown.

Gebäude mit prächtigen Fassaden, Kirchen und die breiten Straßen und Plätze erinnern an die französische Kolonialzeit. Natürlich herrscht hier, noch mehr als in den anderen Städten Vietnams, ein wahnsinns Verkehr. Die Stadt ist immer in Bewegung. Uns gefiel es hier auf Anhieb. Es erinnerte uns an Bangkok vor vielen Jahren. Das Nebeneinander von Moderne und Tradition begeistert uns immer wieder. Hier eine schicke Einkaufsstrasse, dort kleine Läden und Werkstätten.

Eine der Hauptattraktionen ist der Ben-Thanh-Markt mit seinen hunderten von Ständen. Hier gibt es alles was das vietnamesische Herz begehrt. Abends, wenn der Markt geschlossen ist, verwandeln sich die Vorplätze und die umliegenden kleinen Straßen in einen riesigen Essensmarkt. Wir könnten hier stundenlang kreuz und quer durchbummeln.

Saigon hat aber auch viele ruhigere Sehenswürdigkeiten wie z.B. die chinesische Phung Son Tu Pagode in deren Inneren große Räucherspiralen aufgehängt sind, die stundenlang vor sich hinkokeln und eine wunderbare Stimmung vermitteln.

Einen Besuch ist das ehrwürdige imposante Hauptpostamt, das im französischen Baustil gehalten wurde, ebenso wert wie das Historische Museum. Im Museum wird die ganze Geschichte Vietnams sehr anschaulich dargestellt. Höhepunkt für uns war jedoch die dort ausgestellte, über hundert Jahre alte Mumie einer Frau. Interessant aber doch irgendwie gruselig. Um niemand zu verletzen, haben wir nachträglich das Foto der Mumie gegen ein anders aus dem Museum ausgetauscht.

Wir sind wieder stundenlang zu Fuß unterwegs gewesen und haben natürlich „alles“ erkundet. Auch hier gibt es wie schon in Hanoi und Hoi An viele Galerien und Geschäfte die von Lackarbeiten, Gemälden, Antiquitäten usw. alles anbieten.

Wir wohnten gleich in der Nähe des Ben-Thanh-Marktes im Hotel New World, das wie viele Hotels hier in Vietnam erstaunlicherweise fast den gleichen Qualitätsstandard zu bieten hat, wie z.B. unsere Hotels in München.

Viviens und Erhards Blog

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